Montagslyrik: Goethe – „Feiger Gedanken“

Erbauliches zum Wochenbeginn:

Da viele andere Blogger auf das Wochenende setzen, wenn sie sich mit Lyrik befassen, schnappe ich mir den Montag. Von nun an werde ich in loser Folge zum Wochenstart erbauliche Gedichte veröffentlichen.

Den Auftakt macht Goethes Kleinod „Feiger Gedanken“ (1777):

„Feiger Gedanken
bängliches Schwanken,
weibisches Zagen
ängstliches Klagen
wendet kein Elend
macht dich nicht frei.

Allen Gewalten
zum Trutz sich erhalten,
nimmer sich beugen
kräftig sich zeigen
ruftet die Arme
der Götter herbei“

Die Zeile „Allen Gewalten zum Trutz sich erhalten“ schrieb Hans Scholl an die Wand seiner Gefängniszelle, bevor er mit seiner Schwester Sophie Scholl am 22.02.1943 von den Nationalsozialisten ermordet wurde.

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